Facebook ist gefährllich. Ebenso wie diese andern sozialen Medien oder wie das heißt. Ich weiß das. Was ich nicht weiß ist, warum Facebook so gefährlich ist. Weil, höre und lese ich, Facebook meine Daten speichert. Klar, deshalb gebe ich sie ja ein. Ich will mich ja immer wieder finden und nicht mit einer dieser vielen, viel jüngeren Janines verwechselt werden.
Aber warum dann? Weil das Internet NIE vergisst. Nun gut, könnte ich sagen, wenigsten jemand, der mich nicht vergisst. Aber damit werde ich der Ernsthaftigkeit der Situation nicht gerecht. Das war albern. Entschuldigung. Wenn ich über Facebooks spreche - ich wage gar nicht, bei den Freunden meines Alters auch noch meine Blogs, Twitter, Xing, Google etc. zu erwähnen, dann werden die Gesichter meiner Freundinnen und Freunde ernst. Natürlich gibt es auch Gesichter, die dann abschätzig gucken, denn Facebook ist nicht nur gefährlich, sondern Facebook und vor allem die Nutzung von Facebook ist auch oberflächlich. Ihr wisst schon, ein ERSATZ (pfui Teufel) für tiefgehende Face-to-Face-Unterhaltungen über wichtige Themen. Über die man vorher auch noch lange und vor allem gründlich nachgedacht hat).
LinkedEdin geht. StumbleUpon geht auch. Ich glaube, es gibt eine Hierarchie von sozialen Medien. Ich vermute, dass sich die intellektuelle Elite eher bei LinekdEdin oder StumbleUpon herumtreibt - wenn überhaupt. Xing ist für junge Karrieristen, pfui Teufel und Facebook, naja, also Facebook sind einfach die Proleten der Social Media Szene. Ähm, das stimmt wirklich. Ich habe das ausgewertet. Zu den Hypezeiten von Guttenberg fanden die meisten Facebooker das alles total überzogen und wollten Guttenberg behalten. Bei Twitter dagegen war eine deutliche Front gegen den Baron zu lesen mit oft übrigens hohem Unterhaltungswert.

Das tue ich auch gerne
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Ein kleine Weihnachtskorrespondenz am 25.12.2011 in Facebook:
Hallo Janine, Frau Berg-Peer (wie auch immer wir damals verblieben waren),
ich möchte die Weihnachtstage nutzen, um mich mal wieder zu besinnen und mein Jahr zu resümieren. In diesem Resümee kommen Sie auch vor, denn ich muss Ihnen wirklich von Herzen für Ihr Buch danken. Ich hatte mir dieses Jahr fest vorgenommen, nach sechs Jahren Singledasein Männer wieder in mein Leben zu lassen. Ein Schritt dahin war Ihr Buch. “Leider” hat schon der Kauf und die Lektüre des ersten Kapitels zum Erfolg geführt, so dass ich nun nicht das Projekt Beziehungssuche, sondern ein Projekt namens “Beziehung leben” habe (was nicht minder schwierig ist, nach all den Jahren des Alleinseins).
So wird nun Ihr Buch hoffentlich die Tage als Dauerleihgabe an meinen Exschlagzeuger gehen, der es wirklich besser brauchen kann. Sagen Sie, coachen Sie eigentlich noch?
So, nun möchte ich Sie aber nicht länger stören. Ihr “Zwischendenjahren-Plan” klingt köstlich und inspirierend (wie eigentlich fast alles, was ich von Ihnen lese). Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und freue mich immer von Ihnen zu hören.
Viele Grüße
KK
Liebe KK, ( ja, gerne Janine),
das ist wirklich schön zu lesen. Schreiben Sie doch diese süße “Rezension” in Amazon unter mein Buch, das würde mich freuen. Darf ich Ihre Mail auch in meinem Blog übernehmen, ohne Namensnennung natürlich?
Ja, ich coache noch, sowohl einzelne Klienten, als auch in Seminaren. Aber meistens schreibe ich - oder reise, wie hoffentlich bald wieder nach Indien. Oder vielleicht auch Botswana. Oder Mali. Oder Costa Rica. Ich sitze aktuell an einem neuen Buch, das aber diesmal einen ernsteren Inhalt hat. Danach kommt vermutlich ein Krimi, Arbeitstitel “Mord im Ayurveda Resort”.
Ich lese immer mit großer Freude Ihre Beiträge in Facebook und sehe daran, wie sehr Sie an Ihren Themen dran sind. Und oft gehören auch Ihre Beiträge zu den besonders witzigen (was ja nicht alle in Facebook sind!).
Ich wünsche Ihnen für das Projekt “Beziehungserhaltung (sollte ich darüber auch mal schreiben?) und Ihrem Ex-Schlagzeuger für das Projekt “Liebessuche” alles Gute. Beides kann Spaß machen, wenn auch nicht immer. Aber ich finde, beides lohnt sich.
Herzliche Grüße und ein wunderbares Neues Jahr,
Janine Berg-Peer
Liebe Janine,
ich kann Ihnen wirklich nicht sagen, wie mich Ihre Lebensweise zum schmunzeln bringt, mich inspirieren, Mut machen und zutiefst erleichtert. Ihre Projekte sind wirklich der Burner!!!! Der Krimititel ist besonders klasse! Zitieren Sie mich gerne und ich begebe mich die Tage an eine angemessen Amazon-Rezension.
Ganz herzliche Grüße noch einmal
KK
Wer solch süße Fans hat, kann nur frohgemut ins neue Jahr schauen. Danke KK!
Das Lesen des ersten Kapitels hilft übrigens nicht nur bei Sängerinnen und Ex-Schlagzeugern. Es wirkt immer! Welches 1. Kapitel? Na, von meinem Buch: Sieben Schritte zur neuen Liebe!
Das große Weihnachtsdinner 2011
Wer wissen möchte, wie die Crudités und Jakobsmuscheln hergestellt werden, kann unter meinem Blog und unter www.lesen-reisen-schreiben.de nachlesen. Da steht alles ganz ausführlich.
Aber hier kommt nun das Hauptgericht:
Am besten beginnen wir mit den Ravioli, die brauchen ein bisschen Zeit.
200 g Mehl, 100 g Gries, Salz und Pfeffer, 100 g Frischkäse, 2 EL Semmelbrösel, 4 Eier, 5 EL Olivenöl, 75 getrocknete Steinpilze, 1 Zwiebel, 1 Bund Petersilie, 2 EL Butter
Mehl, Gries, Salz, Eier, und 1 EL Öl verkneten, evtl. etwas Wasser dazu geben. Teig 1 Stunde kalt stellen. Pilze 10 Minuten in heißem Wasser aufweichen, hacken, Zwiebel würfeln, Petersilie klein schneiden. Zwiebel in Öl glasig dünsten (darf nicht braun werden), Pilze ca. 5 Minuten mitbraten, Salz und Pfeffer dazu, abkühlen lassen. Froschkäse mit Steinpilzen, Petersilie, 1 Ei und Semmelbröseln vermengen, Salz und Pfeffer.
Teig halbieren, jede Hälfte dünn ausrollen. Auf die eine Hälfte kleinere Portionen (ausprobieren) Füllung geben. Die übrigen Eier verquirlen, freie Teigstellen damit bestreichen. Zweite Teigplatte darüber geben und um die Füllung herum andrücken. Ravioli ausschneiden. Dazu gibt es diese herrlichen altmodischen Rollrädchen mit Griff.
5 - 10 Minuten in Salzwasser kochen, nein, natürlich sanft köcheln lassen. Wasser abgießen, Ravioli sanft in eine Platte gleiten lassen. Am besten gleich ein bisschen Butter oder Olivenöl dazu, damit sie nicht anpappen. Aber dann auch sofort servieren. Also mit dem Wasserkochen erst beginnen, wenn der grüne Bohnensalat fertig ist.
Und nun die Zitronentarte:
Entweder in eine große Form und dann in Stücke schneiden oder gleich kleine Fördchen besorgen.
Wir brauchen: 150 ml Zitronensaft, 100 g Zucker, 125g Crème double oder Crème fraiche, 3 Eigelb, 2 große Zitronen, abgeriebene Schale, Puderzucker; Für den Boden: 175 g Mehl, 1/2 TL Salz, 115 g Butter, kalt, gewürfelt, 1 Eigelb, verrührt mit 2 Eßl. kaltem Wasser.
Und so geht´s: Mehl in eine Schüssel sieben, Salz hinzugeben, Die kalte Butter unterkneten, bis die Mischung aus feinen Krümeln besteht. Eidotter und Wasser zugeben und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie einpacken und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann den Teig auf einer leicht mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche ausrollen. In eine am Rand geriffelte Tarteschüssel (Durchmesser 26 cm) geben (wahlweise in kleine ebenfalls geriffelte Tartelette-Förmchen). Den Teig mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und Hülsenfrüchte darauf verteilen zum Blindbacken (Blindbacken unter Wikipedia nachgucken, musste ich auch), dann im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad backen, bis der Boden fest ist. Die Hülsenfrüchte entfernen und den Ofen auf 190 herunterschalten.
Zitronenschale, - Saft und Zucker verrühren. Langsam die Crème double unterrühren. Die Eier und Eidotter nach und nach einzeln unterrühren. Den Kuchen auf ein Backblech setzen und die Füllung zugießen. Den Kuchen in den heißen Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis die Füllung fest ist. ACHTUNG: einen Zeitplan machen. Die Tarte darf erst in den Ofen, wenn Sie merken, dass Ihre Gäste langsam das Hirschsteak aufgegessen haben!Und jetzt die Mousse vorbereiten (reicht für 4 Personen, aber bei unserem Menü sicher auf für mehr)

Zitronentarte
2 Tafeln edle Zartbitterschokolade (mind. 75%) Schokolade, 4 Eier, 1 Becher Schlagsahne, 50 Gramm Zucker, 2 – 3 Esslöffel kochendes Wasser, alternativ Kaffee, Orangenlikör, Cognac oder Rum.
Die Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Dann die Eier nach Eiweiß und Eigelb trennen und das Eiweiß schaumig schlagen. Sahne steif schlagen, damit es schneller geht, sollte ein Mixer verwendet werden. Die steif geschlagene Sahne und der Eischnee jetzt kühl stellen.
Aus dem Zucker, dem Eigelb und dem Wasser eine schaumige Masse rühren. In diese Masse die geschmolzene Schokolade geben und kräftig verrühren, bis eine zähe braune Masse entstanden ist. Nun langsam das Eiweiß mit einem Schneebesen unter die braune Masse heben und anschließend noch die steif geschlagene Sahne. Die Mousse au Chocolat ist noch recht flüssig in ihrer Konsistenz. Damit sie schön fest wird, die Masse portionsweise in kleine Schalen füllen. Die Schälchen für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Mousse au Chocolat ihre feste Konsistenz erhält. Vor dem Servieren, also wenn das Hirschsteak auf den Tisch kommt (Ablaufplan!!) rechtzeitig wieder aus dem Kühlschrank genommen, damit die Mousse au Chocolat die Zimmertemperatur hat. Jetzt nur noch servieren, Löffel hineinstecken und den Löffel mit geschlossenen Augen ablecken.
It´s bliss!
Und nun der Grüne Bohnensalat an Fetastreuseln, also die einfacheren Sachen
Gefrorene grüne Bohnen (die extrafeinen) ganz kurz in sprudeln kochendes Salzwasser werfen. Sie brauchen wirklich nur ganz kurz, dann sie mit sehr kalte, Wasser abspülen, dann behalten sie ihre knackgrüne Farbe. Das habe ich von einem sehr lieben koreanischen Freund gelernt. der hat das von einem chinesischen Koch in Paris gelernt, als er dort ein Restaurant hatte.

Grünen Bohnen an Fetastreuseln
Die grünen Bohnen (1 großes Paket) abkühlen lassen. Feta (bitte nur den aus Schaf- oder Ziegenmilch, bitte nicht “nach Feta-Art”), max. 150 g, etwas abtupfen und dann vorsichtig zerbröseln. Nun eine Marinade zubereiten aus 3 EL Olivenöl, 1 EL Balsamicoessig, etwas Senf au Miel, einen Klacks Sardellenpaste, ein Teel. Honig (harmoniert dann wieder mit dem Honig in der Jakobsmuschelnsauce), Salz und frisch gemahlener Pfeffer. Sehr gut rühren, damit eine schöne Emulsion entsteht. Die Marinade über die grünen Bohnen gießen, gut verrühren, dann die Fetastreusel darunter heben, vorsichtig bitte, sonst matschen sie. Zum Abschluss ein paar Streusel darüber geben für die Optik.
Jetzt die Cranberrysauce. Da gehen wir einfach vorher in ein gut sortiertes Lebensmittelgeschäft und kaufen ein schönes Glas Cranberrysauce. Oder wir ordern sie von www.deli-vinos.de, ist preisgünstig und schmeckt toll.
Nun zum rousing finale: Dem Hirsch. Denn könnten Sie natürlich die Nacht zuvor in eine Rotwein-Olivenöl-Marinade gelegt haben. Muss aber nicht sein, Wenn, dann bitte sehr, sehr trocken tupfen.
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