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Kochen funktioniert nicht ohne die richtigen Zutaten

12. Juli 2009 · Keine Kommentare

Und wenn man Umfließen üben will, dann eignet sich ein Besuch auf dem Türkenmarkt am Maybachufer ganz besonders gut. Dieser Markt ist wunderbar - gleich eine kleine Vorbereitung auf Indien. Nur ist der Türkenmarkt natürlich gegen Indien ein sehr ordentlicher, sauberer und übersichtlicher Markt. Meine Freundin Renate und ich wollten Gemüse und Stoffe kaufen.

Schöne Stoffe

Schöne Stoffe

Wir kaufen immer Stoffe, weil uns das so viel Spaß macht und suchen dann Schneider, die günstig und gut nähen. Beides gelingt in Berlin selten. Daher habe ich einerseits schlecht sitzende Blusen und Kleider im Schrank (aber aus süßen Stoffen) oder andererseits eine große Schublade voller Stoffe, die ich demnächst in der Platane in der Knobelsdorffstrasse wieder abgeben werde. Die Platane ist ein Projekt, das von Menschen mit einer psychischen Erkrankung gemanagt wird und daher sehr unterstützenwert ist. Wer etwas dorthin bringen will: Knobelsdorffstrasse 19, 14059 Berlin, Öffnungszeiten 10 - 18 Uhr. Sie haben auch einen kostenlosen Abholservice für gut erhaltene Kleidung und Möbel: Dazu muss man Herrn Fuchs anrufen: 030-3209045.0 / -70. Man muss das vorher anmelden und sie machen das sehr gewissenhaft und freundlich. Und die freuen sich natürlich auch über neue, ungebrauchte Stoffe, die man z.B. beim Türkenmarkt gekauft hat und wieder abgeben will.

Aber das Gemüse ist auch wunderbar. Und günstig. So viel herrliches Gemüse kann ich gar nicht kaufen, dass ich von allem probieren könnte. Diese herrlichen knallroten Chillies. Und die gelbgrünen Limonen.

Knallrote Chillies

Knallrote Chillies

Dunkelgrüne Avocados. Sträusse von Minze und Rucola und Portulak.

Was macht man mit Portulak? Ein hübsche junge Türkin erklärt es mir (übrigens in akzentfreiem Deutsch): Zwiebeln und Knoblauch leicht anbraten, dann den kleingehackten Portulak dazugeben etwas schmoren lassen. Dann klein geschnittene Tomaten dazu geben, gut salzen und pfeffern, dazu Reis reichen. Klingt das nicht herrlich? Vielleicht sollte ich öfter zum Türkenmarkt gehen und dort nach Rezepten fragen.

Limettenhügel

Limettenhügel


Petersilienberg

Petersilienberg

Das war jetzt nicht einfach, diese beiden Bilder nebeneinader zu bekommen. Und warum ist die Schrift plötzlich so groß? Es scheint, als ob ich doch nochmal Herrn K. in Stuttgart anrufen sollte. Vielleicht kann er da etwas ändern. Nun also noch ein letztes Foto.  Habt ihr schon mal Käselocken versucht? Ich werde sie probieren und dann berichten.

Käselocken

Käselocken

Und weil sie einfach so hübsch aussehen, noch ein kleines Foto von den Gewürztöpfchen. Ich weiß zwar nicht, wo ich auch meiner randvollen Terrasse noch ein einziges Gewürztöpfchen unterbringen soll, aber sie sehen so wunderschön aus.

Renate nötigt mich noch dazu, zwei Stoffe zu kaufen für meine Indienoutfits (ganz wichtig: reine Baumwolle, dünn, aber nicht durchsichtig). Unser Verkäufer macht unerschrocken den Feuerzeugtest: Ein Wegwerffeuerzeug unter ein Zipfelchen des Stoffes halten. Wenn es feste Klümpchen gibt, dann besteht der Stoff mehrheitlich vorwiegend aus Öl. Wenn er einfach brennt, dann ist es Baumwolle. Ich hatte mich vorher schon gewundert, warum so viele junge Frauen mit dem Feuerzeug vor den Stoffballen stehen und zündeln. Erstaunlich, dass sich die Berliner Feuerwehr da noch nicht eingeschaltet hat. Hoffentlich liest die Berliner Feuerwehr keine Blogs. Man bekommt übrigens dann das Stück Stoff, das nicht angebrannt ist. Mein Tipp: Nie auf den Türkenmarkt ohne Einwegfeuerzeug.

Kräuter auf dem Türkenmarkt

Kräuter auf dem Türkenmarkt

Zufrieden verlassen wir das vergnügte Chaos.

Thema: Coaching & Mediation

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