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Masalagarnelen in Kokosmilch und die Enfield Bullet 500

30. Mai 2009 · Keine Kommentare

Die nächste Indienreise ist in Vorbereitung. Und weil leider noch so viel Anderes vorher zu tun ist, habe ich zunächst mal ein neues Rezept auf meine Webseite gestellt. Wer also Lust auf indisches Essen hat, kann sich da bedienen. Und bitte keine Angst vor dem Kochen von indischen Gerichten: So schlecht wie das Essen in den meisten indischen Restaurants kann es gar nicht sein.

Ich habe lange überlegt, in welche Region die Reise diesmal gehen soll. Ich müsste mir doch eigentlich mal das Taj Mahal ansehen. Oder die Maharadjaresidenzen in Rajasthan. Oder die Ashrams in Rishikesh. Oder Daressalam. Und am allerliebsten würde ich auf die Halbinsel Diu in Gujarat fliegen, die von den Portugiesen kolonialisiert wurde. Aber wie ich mich kenne, werde ich wieder nach Pondicherry fahren, in das ich mich bei meiner ersten Reise verliebt habe. Und diesmal werde ich die Spuren der indischen und europäischen Eroberer und ihre Auseinandersetzungen dort genauer beobachten. Und versuchen, etwas von dem Zauber und dem Glanz wieder zu finden, den die französische Gesellschaft um Joseph Dupleix dort verbreiteten. Und vielleicht einig Restfranzosen interviewen, die Pondi nie verlassen haben oder einige Aurovillianer, die noch die Mutter Mira Alfassi kannten und mit ihren blassen europäischen Bürohänden in der roten tamilischen Erde gruben, um die neue Stadt zu erschaffen, in der 50.000 Menschen in Harmonie und ohne Hierarchien leben und arbeiten sollten. Und in der jetzt der Widerspruch zwischen Anspruch und Realität sichtbar ist.

Und die interessante Universität besuchen, im Centre Culturel Francais mit jungen Indern über Truffaut diskutieren und im Bombay Ananda Bhavan wieder den herrlichen duftenden Cashewreis essen. Wußtet ihr, dass Cashewnüsse ganz wundervoll duften? Nein, nicht die trockenen Dinger, die man hier kaufen kann. Und bei Henriettes Samoussastand abends wieder 10 Samoussas in Zeitungspapier wickeln lassen und sie in mein herrliches Hotel Atithi schmuggeln, so dass mein schneeweisses Zimmer noch tagelang danach riecht. Natürlich auch die besten Croissants und Quiche Lorraines essen, die ich je gekostet habe und die dort in der Baker Street (typisch französisch!) von einem dünnen Sumoringer verkauft werden, der akzentfrei deutsch und französisch und englisch spricht.

Und diesmal keinen Tempel auslassen und nach Madurai fahren und dort den unglaublichen Menakshitempel betrachten und vielleicht sogar noch nach Thanjavur und dann nach Ooty oder Coonor in eine Hillstation.

Und in Chennai werde ich diesmal auch länger bleiben, da mein Schock vor der Riesenstadt und dem Verkehr sich gelegt hat. Dort werde ich die Kollywoodstudios ansehen, obwol die Tamilen das nicht mögen, wenn man von Kollywood spricht, sondern man sollte das tamilisches Kino nennen und dann natürlich - last but not leas - einen Rundgang durch die Royal Enfield Factory machen und mir dort die Bullet 500 ansehen. Ihr wisst nicht, was das ist? Das erzähle ich dann ausführlich, wenn ich einen der Royal Enfield Stützpunkte in Berlin besucht habe. Das 14. Enfield Deutschlandtreffen 2009 findet übrigens vom 05.–07. Juni 2009 in Günters Kurve, 35699 Extertal/Kükenbruch statt…

Und außerdem hat meine neue indische Freundin Pam, die ich im Ayurvedaterrorcamp (ob meine Webseite jetzt von Schäuble gesperrt wird?) bei Trisshur kennen gelernt habe, einen engen Freund in Chennai. “He will give you an awesome time, I just give him a call…”

Ich freue mich schon sehr, vor allem natürlich auch darauf, dem scheusslichen Wetter im Oktober/November ausweichen zu können. Irgendwann werde ich erreichen, von Oktober bis Februar in Indien zu sein, aber bis jetzt habe ich noch nicht die richtigen Katzensitter für so eine lange Zeit. Hat jemand Lust, mal ein paar Monate in einer zauberhaften kleinen zentral gelegenen Wohung (in einer fabelhaften Location) in Berlin zu verbringen?

Namaste

Janine

Thema: Indien-Reise oder Reisen 60+

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