Janine-Winter-350Janine Berg-Peer: Was sollten Sie über mich wissen?

Über 20 Jahre habe ich beraten, gecoacht, trainiert. Habe mit meinen Klienten nach Arbeitsplätzen gesucht, in Konflikten vermittelt und über Kommunikation geredet. Jetzt will ich weniger reden und dafür mehr schreiben, denn das mache ich inzwischen am liebsten. Aber ich coache immer noch Menschen, die einen neuen Job oder eine neue Liebe, oder überhaupt ein neues Ziel im Leben suchen. Und ich berate ebenfalls Angehörige, die sich allein gelassen fühlen mit den Schwierigkeiten, in die sie durch eine Erkrankungen eines Kindes, von Eltern oder Lebenspartner/innen geraten sind.

Und vorher? Bin ich im Rheinland groß geworden, habe Soziologie studiert, hauptsächlich an der TU Berlin und zwei wunderbare Jahre lang in Kairo. Dann habe ich mich in der Wissenschaft erprobt und bin dann endgültig in die Beratung umgestiegen: Erst habe ich Studentinnen und Studenten en aus allen europäischen Ländern dabei unterstützt, ein passendes Unternehmen nach dem Studium zu finden, danach habe ich lange Jahre berufserfahrene Menschen beraten. Spät, aber mit großer Freude habe ich mich aufs Bücherschreiben verlegt.

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Das Leben hat es mit sich gebracht, dass ich mich mit dem Thema Schizophrenie beschäftigen musste. Vor 17 Jahren erkrankte meine Tochter und wir haben seither ein Leben mit vielen Kämpfen, aber auch Freuden geführt. Ich musste erfahren, wie stark psychische Krankheiten tabuisiert werden, was dazu führt, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen und Freunde allein gelassen werden mit ihren täglichen Problemen und Belastungen. Daher habe ich meine Erfahrungen aufgeschrieben:

Janine Berg-Peer: „Schizophrenie ist scheiße, Mama!“ Vom Leben mit meiner psychisch erkrankten Tochter, Fischer – Verlag, 2013

Janine Berg-Peer: Was sollten Sie über mich wissen?

Ich habe vier wunderbare Kinder und zwei schöne Kartäuserkater. Ich kann nicht Fahrradfahren, gehe aber gern in Garten Center. Wenn ich kein spannendes neues Buch habe, bin ich unglücklich. Ich hasse Sport und ernähre mich ungesund. Nein, kein Fastfood, ich liebe Kochen, nur keine geschabten Möhren und Boskoop-Äpfel. Ich reise gerne, weit weg und möglichst nach Asien, nie in die deutschen Mittelgebirge. Und bald möchte ich nach Mauritius fahren, weil – vielleicht – eines meiner nächsten Bücher dort spielen wird. Ich liebe Blumen, vor allem alte englische Rosen. Und Filme von Ingmar Bergman und den Coen-Brüdern und von Park Chan-wook. Ich würde gern drei Monate kambodschanischen Mönchen Englischunterricht geben. Ach ja, Opern finde ich auch wunderbar, vor allem wenn der Countertenor Philippe Jaroussky singt.

Ich wäre gern Léa Linster.

Mein Motto habe ich von Karl Valentin geklaut, der ja bekanntlich gesagt hat: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!“

Schreiben ist schön, macht aber viel Arbeit!

 

Bildnachweis: © www.thfroehlich-fotoevents.de

 

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