Janine/ Dezember 10, 2012/ Alle Artikel

Kater Basquiat im Schnee

Draußen hat es geschneit und mein schokobrauner Kater Basquiat hat seine Spuren im Schnee gelassen. Leider ist er auch im Schnee geblieben und kein Rufe, Schreien oder sanftes Locken mit Käseröllchen bringt ihn dazu, wieder in die Wohnung zu kommen. Kann ein kleiner Kater bei -4 Grad im Freien übernachten? Ich will es nicht ausprobieren, außerdem steht grauer Kater Katull mit großen Augen neben der Tür und betrachtet mich vorwurfsvoll.

Aber warum muss ich jetzt raus? Ich habe Grippe, bin noch im Nachthemd und habe keine Gummistiefel. Aber er muss in die Wohnung. Schnell schlüpfe ich mit nackten Füßen in meine dicken Schneestiefel und hüpfe und stolpere im Dunklen auf der Terrasse herum und rufe nach diesem verfluchten Tier. Wusch – vorbei an mir mit großem Sprung in die Wohnung, ich rutsche aus und liege im Nachthemd im Schnee auf meiner Dachterrasse. Hoffentlich haben die Nachbarn von gegenüber das Schauspiel nicht mitbekommen. Ich werde mir den Tod holen! Äußerst schlecht gelaunt schlurfe ich in die Wohnung, wo Katull und Basquiat entspannt auf dem Sofa liegen und Katull dem Basquiat den Schnee vom Kopf leckt. Ich hasse Kater.

 

Kater Basquiat im Eisschrank

Und dann gab es  diesen kurzen Augenblick, in dem mich mich hätte rächen können. Basquiat hat den Moment genutzt, in dem ich eine Gemüseschublade aus dem Eisschrank in die Küche transportiert hatte und hüpfte in den Eisschrank. Er passt wirklich exakt in die Öffnung der Gemüseschublade. Ganz kurz habe ich überlegt, ob ich die Eisschranktür schnell zumache. Soll er doch mal sehen, wie das ist, wenn man im Eis sitzt und friert! Aber ich habe mich wieder mal nicht getraut. Vielleicht hätte man die Todesursache bei der Obduktion festgestellt und ich wäre dran gewesen.

Aber ich nehme es ihm richtig übel.

 

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